
Liebes PublikumDie Brücke ist zur Hälfte überschritten und schon nähern wir uns dem andern Ufer! Eine erfolgreiche Spielzeit in Steffisburg liegt hinter uns; es hat fast alles geklappt wie am Schnürchen. Alle Beteiligten waren und sind mit vollem Engagement bei der Sache, die da heisst: Theater für Sie.
Und: Die Musikliebhaber kommen wiederum auf ihre Kosten, mit Ernstem und Heiterem. Lesen Sie dazu die entsprechende Einleitung.
Doch auch in den 10 Schauspielen gibt es mitunter Musik zu hören – wir wollten Sie nicht noch eine weitere Spielzeit musikalisch darben lassen.
Eben noch standen wir mit den Riesen vom Berge an der Grenze zwischen Märchen und Wirklichkeit und schon führt uns Eduardo de Filippo mit Kunst der Komödie erneut ins Zwielicht zwischen Sein und Schein. Mit dieser Komödie über das Theater möchten wir Sie in unsere zweite und letzte Steffisburger Spielzeit entführen.
Shakespeare’s Timon von Athen galt lange Zeit als unspielbar; unsere Aufführung zeigt jedoch das Gegenteil; die vielen Nebenfiguren werden durch die Interaktion mit dem Publikum ersetzt (keine Angst, Sie brauchen sich nicht auf die Bühne zu bemühen!) und der spöttisch beobachtende Götterbote Merkur treibt die Handlung voran.
Die Weihnachtszeit läuten wir mit der bezaubernden Geschichte des Kleinen Lord ein; Cedric Errol entdeckt in seinem aristokratischen Grossvater Fauntleroy den weichen Kern. Die Verwandlung des Geschehens in ein Musical gibt der zu Herzen gehenden Handlung eine ganz besondere Note.
Mit dieser Vorstellung möchten wir uns vor allem bei den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Steffisburg für ihre Gastfreundschaft bedanken – darum ist sie im freien Verkauf. Sichern Sie sich also frühzeitig Karten.
Mit seinem Volpone hält uns Ben Jonson, ein Zeitgenosse Shakespeares, einen Spiegel vor Augen; der Umgang mit Geld war wohl schon im 17. Jahrhundert nicht über alle Zweifel erhaben.
Was sich hinter oberflächlichem Kartenspiel alles an Tiefe verbirgt, können Sie in Donald Coburns Gin Rommé sehen. Wir haben dafür erneut die wunderbare Schauspielerin Ellen Schwiers mit ihrem Ensemble verpflichten können.
Was Beethoven dazu veranlasste, für Anton Diabelli fast drei Dutzend Variationen seines Walzers zu schreiben, erfahren Sie in 33 Variationen. Selbstverständlich werden sie auch erklingen.
Turbulenter zu und her geht es in Liebeslänglich. Sie haben richtig gelesen, der Anklang an den juristischen Begriff «lebenslänglich» hinter Gitter ist unüberhörbar. Lassen Sie sich überraschen, was es damit auf sich hat.
Um die Frage, ob ein blinder Mensch glücklicher ist als ein sehender, dreht sich das Stück Molly Sweeny – und auch darum, ob immer alles gemacht werden soll, was machbar ist. Wir überlassen Ihnen die Entscheidung!
Mit Liebesträumen klingt die Spielzeit aus; hier erfahren Sie, was ein begnadeter Komponist, in unserem Fall Franz Liszt, braucht, um seine Begabung ausleben zu können.
Wie Sie sicher wissen, ist das Jahr 2011 ein Kleist-Jahr. Die Stadt Thun wird zu diesem Anlass zusammen mit Frankfurt an der Oder und Berlin ein Kleist-Festival mit verschiedenen Höhepunkten veranstalten. Die KGT ist daran massgeblich beteiligt.
Unter anderem kommt ihr die Ehre zuteil, mit einem Stück über das kurze Leben Heinrich von Kleists, Lieben und Töten, dieses Festival zu eröffnen. Und das im KKThun!
Das Junge Schauspiel Ensemble München hat das Stück in Auftrag gegeben – zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Broschüre geht die Autorin noch schwanger damit. Wir lassen uns überraschen und fühlen uns geehrt.
Sie, liebe Abonnentinnen und Abonnenten, haben in dieser Vorstellung für einmal die Gelegenheit, sich Ihre Plätze im wieder eröffneten ehemaligen Schadausaal selber auszuwählen. Wir werden für unser Abonnementspublikum die besten Plätze absperren, und wenn Sie zu unserem Saisonabschluss-Apero kommen, werden Sie sich unter den besten Plätzen die allerbesten für sich aussuchen können.
Weiter ist es der Theaterkommission gelungen, Klaus Henner Russius für eine Kleist-Lesung in der Alten Oele zu gewinnen. Er wird Robert Walsers Texte zu Kleist in Thun mit Kleist-Texten ergänzen; wir freuen uns auf einen ganz besonderen Abend.
Und last, but not least sind wir auch an der Kleist Retraite mit beteiligt.
Mit dieser Vielfalt an Geschehen auf der Bühne hoffen wir Sie für eine weitere Spielzeit zu gewinnen. Wir wünschen Ihnen und uns wunderbare Erlebnisse!
Für die Theaterkommission der Kunstgesellschaft
Beatrice Grundbacher
Dorothee Del Carlo
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