
VorträgeVorbilder in der KunstAlle Vorträge finden im Kleintheater Alte Oele in Thun statt. Beginn um 19.30 Uhr.
Eintritt:
Mitglieder KGT gratis
Nichtmitglieder Fr. 10.00
Studierende, Lernende, Schülerinnen/Schüler mit Ausweis Fr. 5.00
Mit KulturLegi gratis Anfang der 1870er Jahre sagte Johannes Brahms zum Dirigenten Hermann Levi: "Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen [gemeint ist Beethoven] hinter sich marschieren hört."
Vorbilder sind doch zunächst einmal etwas Positives: Wir stellen fest, dass jemand etwas kann, was uns nicht gleichgültig lässt, was uns vielleicht eine Lösung zeigt für ein Problem, dem wir bis anhin hilflos gegenüber standen, etwas, das uns anspornt, ihm oder ihr nachzueifern.
Was passiert aber dabei? Wird man zum einfachen Nachahmer? Oder: Verändern wir den vorgezeigten Weg nicht schon durch unsere subjektive Wahrnehmung? Tun wir das vielleicht sogar willentlich und kommen so mit Hilfe des Vorbildes zu eigenständigen Lösungen?
Können Vorbilder auch zur Belastung werden, die Grösse des Vorbildes uns hindern, überhaupt etwas zu wagen? Brahms arbeitete 14 Jahre an seiner 1. Sinfonie; aber schliesslich ist er aus dem „langen Schatten Beethovens“ herausgetreten.
Wie zum Beispiel Beethoven, Cézanne, Mani Matter als Vorbilder gewirkt haben, wird in unserer Vortragsreihe zum Thema gemacht.
Ressort Vorträge der Kunstgesellschaft Thun
Fritz Reber und Peter Hilfiker
|
|