
Freitag, 21. Dezember 2012, 19.30 Uhr
im Schadausaal, KKThunPiotr I. Tschaikowski
mit Bojidar Vassilev, Valery Tsarev/Oleg Sopunov, Tatjana Gazdik/Céline Steudler, Violetta Radomirska, Nadia Catania Eugen OneginLyrische Szenen in drei AktenInszenierung: Andreas Rosar
Musikalische Leitung: Harald Siegel
Produktion: Theater Biel Solothurn Die Schwestern Olga und Tatjana könnten unterschiedlicher kaum sein: die eine lebenslustig und aufgestellt, die andere nachdenklich und zurückhaltend. Olga ist in einer Beziehung mit Lenski, der zu einem seiner Besuche seinen Freund Onegin mitbringt. Überraschend verliebt sich Tatjana in diesen weltgewandten jungen Mann und teilt ihm ihre Gefühle brieflich mit. Er kann mit den Leidenschaften der jungen Frau nichts anfangen und spielt ein bitteres Spiel, indem er Olga bezirzt. Dies bringt Lenski gegen ihn auf, der in einem Duell Vergeltung sucht. Onegin gibt einen tödlichen Schuss auf seinen Freund ab und in Folge der Ereignisse zieht er sich aus der Gesellschaft zurück. Als Onegin Jahre später wiederkehrt, begegnet er auf einem Ball Tatjana. Überrascht muss er feststellen, dass ihn die in sich gereifte Frau magisch anzieht. Sie ist inzwischen jedoch verheiratet und besteht, trotz ihrer unveränderten Gefühle Onegin gegenüber, darauf, sich für immer zu trennen.
Tschaikowski orientiert sich in seiner Bearbeitung des Librettos stark an der Romanvorlage Puschkins. Mit seinem neuen Werk wollte der Komponist die Konvention der Oper brechen und anstelle leerer Gefühlshülsen echte Menschen auf die Bühne bringen. Leidenschaft, Melancholie und Sehnsucht prägen die Musik, die durch schwungvolle Tänze und mitreissende Chöre bereichert wird.
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