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Eintritt

KGT-Mitglieder: gratis
Mit KulturLegi: gratis
Nichtmitglieder: Fr. 10.00
Studierende, Lernende, SchülerInnen mit Ausweis Fr. 5.00








Dienstag, 23. April 2013, 19.30 Uhr
Alte Oele, Thun

Prof. Dr. Stefan Rebenich, Universität Bern

Vorbild Tyrannenmörder?

Zur Aneignung der griechischen Kunst in späteren Epochen

514 v.Chr. töteten die beiden Athener Harmodios und Aristogeiton den Tyrannen Hipparchos. Der Mord wurde politisch gedeutet und als Beginn der ersten demokratischen Ordnung der Weltgeschichte gefeiert. Die Athener selbst setzten dem Freundespaar auf der Agora ein Denkmal. Diese Bronzegruppe verklärte mit den Mitteln der bildenden Kunst die Tyrannenmörder zu idealtypischen Freiheitskämpfern.
Vielfältig sind die Rezeptionsformen der Tat in Literatur und Kunst bis in die jüngste Vergangenheit. Im Widerstand gegen das "Dritte Reich" spielten die Tyrannenmörder eine herausragende Rolle. Aber die Statuengruppe diente auch der nationalsozialistischen und sowjetischen Propaganda als Vorbild.
Professor Rebenich untersucht an diesem Beispiel sowohl die historischen Bedingungen als auch die vielfältigen späteren Aneignungen der griechischen Kunst in späteren Epochen und fragt nach dem Verhältnis von Demokratie und Kunst.